Customer Lifetime Value (CLV) beschreibt den wirtschaftlichen Gesamtwert eines Kunden über die gesamte Dauer der Geschäftsbeziehung.
Er berücksichtigt alle Umsätze, die ein Kunde im Laufe der Zeit generiert, abzüglich der damit verbundenen Kosten.

Der CLV beantwortet die zentrale Frage:

Wie viel ist mir ein Kunde langfristig wert?

Der CLV stammt aus der Betriebswirtschaft und ist eine zentrale Kennzahl zur Bewertung von Kundenbeziehungen, Geschäftsmodellen und Investitionsentscheidungen – insbesondere im digitalen Kontext.

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CLV als Website-Qualitätskennzahl

Der CLV wird nicht erst nach dem ersten Kauf bestimmt.
Er wird früh geprägt, oft bereits beim ersten Kontakt über die Website.

Eine hochwertige Website beeinflusst den CLV positiv durch:

  • klare Leistungsdarstellung und Erwartungsmanagement
  • Vertrauen und Transparenz (Referenzen, Inhalte, Prozesse)
  • gute Nutzerführung und einfache Kontaktwege
  • konsistente Kommunikation über alle Touchpoints
  • positive Nutzungserfahrung nach Vertragsabschluss

Merksatz:
Eine gute Website erhöht den CLV, weil sie Kundenbeziehungen stabilisiert.

Typische Einflussfaktoren auf den CLV

Der Customer Lifetime Value wird unter anderem beeinflusst durch:

  • durchschnittlichen Auftragswert
  • Wiederkaufs- oder Verlängerungsrate
  • Dauer der Kundenbeziehung
  • Cross- und Upselling-Potenzial
  • Service- und Supportqualität
  • Wechselbarrieren (z. B. Vertrauen, Prozesse, Systeme)

Ein niedriger CLV ist häufig kein Preisproblem, sondern ein Struktur- oder Qualitätsproblem.

Abgrenzung: CLV und CAC

CLV und CAC gehören zusammen – beantworten aber unterschiedliche Fragen.

Während der Customer Acquisition Cost (CAC) misst, was ein Kunde kostet, beschreibt der Customer Lifetime Value (CLV), welchen Wert ein Kunde langfristig erzeugt.

Kurz gesagt:

  • CAC beantwortet die Frage:
    „Was kostet mich ein Kunde?“
  • CLV beantwortet die Frage:
    „Was bringt mir ein Kunde?“

Eine wirtschaftlich tragfähige Kundenbeziehung liegt vor, wenn:
CLV > CAC

Ist der CLV dauerhaft niedriger als der CAC, ist das Geschäftsmodell strukturell nicht nachhaltig.

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Praxisbeispiel: Kundenbindung über eine Website bei einem KMU

Ein Unternehmen gewinnt Kunden über seine Website für eine Dienstleistung.

Ein Kunde bringt im ersten Auftrag 1.200 € Umsatz.
Bleibt es bei diesem einen Auftrag, ist der CLV gering.

Durch klare Leistungen, gute Kommunikation und regelmäßige Kontaktpunkte über die Website (z. B. Inhalte, Service-Bereich, Follow-ups) beauftragt derselbe Kunde:

  • im zweiten Jahr eine Erweiterung
  • im dritten Jahr eine zusätzliche Leistung

Über drei Jahre ergibt sich ein Gesamtumsatz von 4.000 €.

Der CLV dieses Kunden liegt somit deutlich höher als der Erstumsatz.

Fazit:
Nicht die Akquise, sondern die Qualität der Beziehung entscheidet über den langfristigen Wert eines Kunden.

Der Customer Lifetime Value (CLV) zeigt, wie wertvoll Kunden langfristig für ein Unternehmen sind.
Er macht sichtbar, ob sich Investitionen in Akquise, Website und Marketing nachhaltig auszahlen.

Eine gute Website wirkt dabei nicht als Verkaufskanal, sondern als Beziehungsinstrument:

  • sie erhöht den CLV
  • sie stabilisiert Umsätze
  • sie verbessert die Wirtschaftlichkeit des gesamten Systems

Der CLV zeigt nicht, wie schnell ein Kunde kauft – sondern wie lange und wie gut er bleibt.

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