Return on Investment (ROI) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die misst, wie rentabel eine Investition ist.
Sie setzt den erzielten Nutzen oder Gewinn ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital.
Der ROI beantwortet damit die zentrale Frage:
Lohnt sich diese Investition wirtschaftlich?
Aber: Ein hoher ROI kann trügerisch sein, wenn die langfristigen Gesamtkosten (TCO) nicht berücksichtigt werden.
Abgrenzung: ROI und TCO
ROI und TCO betrachten Investitionen aus unterschiedlichen Perspektiven.
Während der ROI bewertet, ob und wie stark sich eine Investition lohnt, analysiert die Total Cost of Ownership (TCO), welche Gesamtkosten über den gesamten Lebenszyklus entstehen.Kurz gesagt:
ROI beantwortet die Frage „Was bringt mir die Investition?“
TCO beantwortet die Frage „Was kostet sie mich wirklich?“Erst die Kombination aus TCO und ROI ermöglicht eine fundierte wirtschaftliche Entscheidung.
Praxisbeispiel: Website-Investition bei einem KMU
Ein kleines Unternehmen lässt eine neue Website erstellen.
Die Investition beträgt 6.000 €.Betrachtet das Unternehmen nur den ROI, könnte die Rechnung so aussehen:
Durch bessere Auffindbarkeit und klarere Anfragen generiert die Website im ersten Jahr zusätzliche Aufträge im Wert von 12.000 €.
Der ROI ist damit positiv und die Investition scheint sich schnell zu lohnen.Wird zusätzlich die Total Cost of Ownership (TCO) betrachtet, zeigt sich ein differenzierteres Bild:
Über die nächsten drei Jahre entstehen weitere Kosten für Wartung, Hosting, kleinere Anpassungen, interne Abstimmung und gelegentliche externe Unterstützung.
Insgesamt summieren sich diese Aufwände auf weitere 4.000 €.Ein positiver ROI zeigt, dass sich eine Investition lohnt.
Die TCO zeigt, ob sie langfristig tragfähig ist.Fazit:
Die Website ist wirtschaftlich sinnvoll, weil der erzielte Nutzen die gesamten Lebenszykluskosten übersteigt.
Ohne die TCO-Betrachtung hätte das Unternehmen jedoch die tatsächliche Kostenbelastung unterschätzt und seine Entscheidung nur auf Basis des kurzfristigen Erfolgs getroffen.